McDonnell Douglas DC-9

Die DC-9 war Douglas' Antwort auf Boeings 737. Wie kein anderes Flugzeug ist sie bis zum heutigen Tag modifiziert worden, die neueste Auflage war die Boeing 717. Die DC-9 wurde 1962 von Douglas vorgelegt, und man begann den Bau ohne auch nur eine einzige Bestellung zu haben. Die allerdings kam bald von Delta Air Lines. Erstflug der DC-9 in Long Beach war am 25. Februar 1965, Die Erstauslieferung an Delta fand im darauffolgenden November statt.

Die DC-9 hat dieselben Triebwerke wie Boeings erste 737-Versionen (Pratt&Whitney JT8D), allerdings brachte Douglas diese am Heck an. Durch das T-förmige Leitwerk konnte die DC-9 mit sehr wenig Startstrecke auskommen. Verglichen mit der 737 ist der Rumpf der DC-9 etwas schmaler, wodurch eine 2+3 Bestuhlung zum Einsatz kommt. Der Rumpf wurde so gestaltet, das die DC-9 beliebig verlängert werden konnte um so eine höhere Flexibilität in der Flugzeugfamilie zu bieten. Ein besonderes Merkmal war das Zwei-Mann-Cockpit der DC-9. Die DC-9 erfreute sich auch in der Militärluftfahrt einer großen Beliebtheit.

Die Basisversionen waren die DC-9-10, die bis zu 90 Passagiere befördern kann. Darüber hinaus gab es die Serie -20 mit stärkeren Triebwerken. Anfang 1965 orderte Eastern Airlines eine gestreckte DC-9, die DC-9-30. Sie wurde gegenüber den Basisversionen um knapp fünf Meter verlängert. Diese Version ist in der Lage, bis zu 115 Passagiere zu befördern. 1968 kam die DC-9-40 mit leistungsstärkeren Triebwerken und mehr Kapazität auf den Markt, nachdem diese vorallem von SAS gefordert worden war. 1975 wurde die letzte Version der DC-9 präsentiert: die DC-9-50 mit neuen Triebwerken. Auch sie wurde nochmals gestreckt und bietet daher Platz für 139 Passagiere. Die Version -50 erhielt zusätzlich ein neues geräumigeres Kabinendesign.

Im Oktober 1982 wurde die 976. und letzte DC-9 ausgeliefert. Abgelöst wurde sie von der DC-9 Super 80, die dann in McDonnell Douglas MD-80 umbenannt wurde.

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