Boeing 707

Mit der Boeing 707 und der DC-8 begann das Jetzeitalter in der Zivilluftfahrt. Sie brachte Boeing den Durchbruch in der Zivilluftfahrtbranche und ermöglichte den transatlantischen Massenluftverkehr. Eigentlich wurde die 707 (oder Dash 80) als Tanker für die USAF gebaut, doch wurde der Prototyp Boeing 367-80 auch für die zivile Luftfahrt weiterentwickelt, wenngleich es Boeing durch die horrenden Entwicklungskosten fast in den Ruin trieb.

Der Erstflug der Boeing 707 war im Jahr 1954, ein Jahr später gab Pan Am den Startschuss für die Zivilversion. Jene legendäre Fluggesellschaft nahm ihre erste Boeing 707 im Dezember 1957 in Empfang, und ein knappes Jahr später wurde die erste Transatlantikverbindung mit der B707-120 nach Paris aufgenommen. Im Jahre 1959 verließ der Prototyp der wohl bekanntesten B707-Version die Werkshallen, die Boeing 707-320, dessen Reichweite der 707 den entgültigen Durchbruch auf dem Markt brachte. Erstkunde war auch hier wieder Pan Am, die Transkontinentalversion -420 wurde ein Jahr später an die Lufthansa ausgeliefert.

Um auch eine 707 für kürzere Strecken zu haben, wurde die Boeing 720 gebaut, eine Boeing 707-120 mit verkürztem Rumpf und weniger Reichweite. Gebaut wurden 154 Stück. 1963 wurde die letzten Versionen 707-320B und C ausgeliefert. Die C- Version hat eine seitliche Frachttür im Rumpf, um neben Passagierdiensten auch als Frachtflugzeug zu Verfügung zu stehen. Sie ist die heutzutage noch am weitesten verbreitete Version.

Die letzte gebaute zivile Boeing 707, eine -320C verließ 1978 die Werkshallen von Boeing, die Militärversionen wurden noch bis 1991 gebaut. Insgesamt wurden 855 Flugzeuge vom Typ der 707 gebaut. Heutzutage ist es sehr schwer noch eine 707 zu Gesicht zu bekommen, höchstens in militärischen Diensten (die AWACS-707 der USAF sind ein schönes Beispiel) Doch die Zivilversionen sind dank strenger Lärmvorschriften von den Flughäfen Europas und Nordamerikas weitesgehend verbannt. Einige 707 fliegen heute noch als umgebaute Frachtflieger über die Welt, zum Teil mit Hushkits zur Lärmreduzierung ausgerüstet. Vorallem in Afrika sieht man die 707 noch manchmal im Frachtdienst. Doch als Passagierversion fliegt heutzutage fast keine 707 mehr, der zuletzt größte Passagier-707-Betreiber, die MEA aus dem Libanon hat seine 707-Flotte längst in Rente geschickt.

© LK

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