Avro RJ

Der Avro RJ hat eine bewegte Geschichte hinter sich. In den siebziger Jahren begann seine Karriere als HS.146 bei Hawker Siddeley. Die Entwicklung musste aber mangels stattlicher Zuschüsse wieder eingestellt werden. 1978 nahm das Projekt bei British Aerospace als BAe 146 wieder Formen an.

Das Modell war etwas gewagt, ein Kurzstreckenjet mit 4 Triebwerken und einer dem Rumpf aufliegenden Tragfläche. Die ALF 502 Triebwerke gehörten zu den leisesten ihrer Zeit. Weiteres Merkmal sind die Luftbremsen im Heck. Die BAe 146 und der Avro RJ verfügen über Kurzstarteigenschaften, die den Betrieb auch von kleinen Pisten wie dem London City Airport ermöglichen. Der Erstflug der BAe 146 war 1981, 1983 gab es die Erstauslieferung an DAN-Air.
Die BAe 146 wurde sehr eng bestuhlt, so dass 90 Passagiere bei einer sechssitzigen Reihe befördert werden können.

Die BAe 146 gibt es in drei Ausführungen: BAe 146-100, -200 und -300 mit Platz für insgesamt 80-120 Passagiere. Die Version -300 ist etwa 5 Meter länger als die -100.

1992 wurde die BAe 146 gründlich überholt und als Zeichen dieser Renovierung in Avro RJ umbenannt. Die Produktion wurde fortan ebenfalls von Avro International übernommen. Dem Avro RJ wurde ein digitales Cockpit verpasst, Ausstattung und Reichweite wurden verbessert und neue Triebwerke vom Typ Allied Signal LF 507 kamen zum Einsatz.

Auch den Avro RJ gibt es in drei Varaianten, dem RJ70, dem RJ85 und dem RJ100, wobei zum Teil auf eine drei+drei-Bestuhlung verzichtet wurde und aus Komfortgründen eine zwei+drei-Bestuhlung angewendet wurde. Erstkunde war Crossair im Jahre 1993.

Aufgrund der wachsenden Konkurrenz von Fairchild, Embraer, Bombardier & Co stellte Avro den Avro RJX mit neuen Antrieben vor. Erstflug dieses Jets war am 28. April 2001. Zu einer Auslieferung kam es allerdings nie. Die Krise nach dem 11.September veranlasste BAe, inzwischen Verwalter von Avro, die Produktion des Jets komplett einzustellen.

© LK

www.baesystems.com

   
   

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