Airbus A300-600 ST "Beluga"

Aufgrund der verschiedenen Fertigungsstandorte von Airbus (z.B. Hamburg-Finkenwerder und Toulouse) brauchte Airbus schon immer Transportflugzeuge um bestimmte Flugzeugteile wie Rumpfsegmente oder Tragflächen von einem Punkt zum anderen zu transportieren. Früher war das die Aufgabe der Super-Guppies, von Airbus modifizierte und überarbeitete Boeing 377 Stratocruiser. Aber mit der Zeit musste ein Nachfolger her, und so entwickelte man einen neuen Transporter aus dem A300.

Den Beinamen "Beluga" trägt der Airbus A300-600ST, da in seiner äußeren Form einem Beluga-Wal ähnelt. Beim Beluga wurde der obere Teil des A300-600-Rumpfes entfernt und ein völlig neuer, breiterer Rumpf aufgesetzt, der als Frachtraum dient. Somit kommt der gigantische Rumpfdurchmesser von 7,4m zustande. Um die große Bugklappe zum Ein- und Ausladen zu ermöglichen, wurde das Cockpitsegment abgesenkt und das Bugfahrwerk modifiziert. Das Cockpit ist allerdings das selbe wie es auch der ganz gewöhnliche A300-600 hat. Durch die Höhe des Rumpfes mussten das Leitwerk und das Seitenleitwerk modifiziert werden.

Der Erstflug des A300-600ST Beluga war am 13. September 1994. Für Airbus Industrie fliegen insgesamt 5 Stück dieser Flugzeuge. Zwar bietet Airbus das Modell auch auf dem Transportflugzeugmarkt an, doch bisher hat noch keine Airline den Beluga geordert. Die Airbus-Exemplare sind jedoch schon für eine Reihe von Sondereinsätzen unterwegs gewesen, und transportierten u.a. auch Bauteile der internationalen Raumstation ISS.

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