Airbus A300

Als von Deutschland, Frankreich und Großbritannien Mitte der sechziger Jahre die Gründung von Airbus beschlossen wurde und 1967 das Projekt A300 mit Platz mit bis zu 300 Passagieren vorgestellt wurde, um der Nachfrage nach einem derartigen Modell für Mittelstrecken gerecht zu werden, hätte wohl keiner der amerikanischen Hersteller geglaubt, dass diese Firma einmal ihr größter Konkurrent werden würde. Mittlerweile ist von den großen Namen nur noch Boeing übrig geblieben, McDonnell Douglas oder Lockheed dagegen haben sich verabschiedet, was mit Sicherheit auch durch das Aufkommen der Airbusse verursacht wurde.

Der Airbus A300 hat keineswegs die Flughäfen im Sturm erobert. Wie kaum ein anderes Flugzeug kämpfte der A300 mit Startschwierigkeiten, obwohl er eigentlich genau das war, was die Fluglinien seit langer Zeit forderten. Eine Bestuhlung für 300 Passagiere schien anfangs zu groß zu sein, und so beschränkte sich Airbus auf 250 Plätze. Auch in der Triebwerksfrage mussten die Konstrukteure umdenken, weil Rolls-Royce kein Interesse mehr an der Entwicklung der Airbus-Triebwerke hatte, da man sich auf die Konstruktion der TriStar-Triebwerke konzentriert hatte. Um auf andere Triebwerke wie z.B. das CF-6 von General Eletric zurückgreifen zu können, musste der A300 schliesslich umgestaltet und verkleinert werden. Nach Großbritanniens vorrübergehendem Ausstieg aus dem Projekt wurde das Projekt Airbus im Jahr 1969 zur deutsch-französischen Gemeinschaftssache.

Schliesslich kam es zum Erstflug des A300B1 am 28. September 1972 auf dem Airbusgelände in Toulouse. Aus mangelnder Wirtschaftlichkeit verlängerte man den A300 jedoch um 20 Sitzplätze mehr einbauen zu können, und nannte diese Version Airbus A300B2. Dessen Zulassung folgte im März 1974, und so nahm Air France den Flugbetrieb mit den ersten A300 auf. Kurz darauf kam der Airbus A300B4, der dank eines höheren Abfluggewichtes mit einer höheren Reichweite aufweisen konnte.

Der A300 verkaufte sich äußerst schleppend. Höhere Bestellungen kamen nur von Air France oder Lufthansa, viele Airlines zogen ihre Bestellungen zurück. Doch im Gegensatz zur Concorde, die wirtschaftlich zum Desaster wurde, ging es für den A300 doch noch aufwärts, als Eastern Airlines im Jahre 1978 19 Maschinen bestellte.

Im Jahre 1983 startete der erste A300-600 zum Erstflug, der sich durch eine deutlich höhere Wirtschaftlichkeit auszeichnet. Diese Version wurde mit einem modernen Zwei-Mann-Glascockpit ausgestattet, sowie mit Wingtips ausgerüstet. Erstkunde war Thai im Jahr 1985. Ende der achtziger Jahre wurde die Version -600R mit einer Reichweite von 7700km entwickelt, 1993 die Frachtversion -600F vorgestellt.

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